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Tee regional kaufen – worauf muss man achten?

Tee regional kaufen – worauf muss man achten? - kauftregional.at
Pixabay.com ©dungthuyvunguyen CC0 Public Domain

Tee oder Kaffee? Für Teeliebhaber ist dies keine Frage. Und sie genießen zudem den Vorzug, dass die Auswahl unterschiedlicher Teesorten enorm ist. Vom klassischen Schwarz- und Grüntee über aromatisierte Sorten und diverse Früchtetees bis hin zu würzigen Kräutertees – für alle, die sich noch nicht mit dem Thema beschäftigt haben, ist der Teemarkt recht unübersichtlich. Und in der Regel hat schon der kleine Teeladen um die Ecke dutzende Teesorten im Angebot. Was gilt es also vor dem Gang zum Händler zu beachten?

Beim Thema Tee ist es für alle, die noch nicht wissen, was ihnen schmeckt und guttut angebracht, sich gut zu informieren, um beim Händler die richtigen Fragen stellen zu können und die beste Sorte für die persönlichen Vorlieben zu erhalten. Ein ausführlicher Teeguide ist für Teetrinker ein Muss. Die wichtigsten Punkte haben wir an dieser Stelle schon einmal zusammengefasst. 

Die beliebtesten Teesorten

Grüner Tee, schwarzer Tee, Früchtetee und Kräutertee sind allseits bekannt. Von weißem Tee hat hingegen noch nicht jeder gehört – oder gekostet. Kompliziert wird es zudem, weil es jeweils noch zahlreiche Untersorten gibt, die sich geschmacklich deutlich voneinander unterscheiden. 

Viele Teesorten entstehen durch eine unterschiedliche Fermentation. Die Teeblätter werden grün gepflückt und anschließend gezielt Sauerstoff ausgesetzt. Sie oxidieren. Und je länger sie oxidieren, umso dunkler werden die Blätter. 

  • Grüner Tee

    Für den Erhalt eines grünen Tees werden die Teeblätter geröstet oder gedämpft. So werden sie am welken gehindert. Eine Fermentation findet nicht statt. Beliebte Grünteesorten sind Sencha, Bancha, Matcha und Shincha.

  • Weißer Tee

    Auch weißer Tee ist nicht fermentiert. Verwendet werden für weißen Tee nur junge Triebe. Silbernadeltee und Pai Mu Tan sind bekannte Weißteesorten.
     
  • Schwarzer Tee

    Schwarzer Tee ist stark fermentiert – teilweise bis zu 3 Stunden. Zu den beliebtesten Sorten gehören Darjeeling, Assam und Ceylon Tee. Earl Grey Tee ist ein aromatisierter Schwarztee.
     
  • Gelber Tee

    Für gelben Tee werden ausschließlich junge Triebe verwendet, die kaum fermentiert werden. Junshan, Huangya uns Yinzhen sind Untersorten des gelben Tees.
     
  • Oolong Tee

    Der Oolong ist ein halbfermentierter Tee, der in China, Taiwan, Indien, Thailand und Kenia produziert wird.
     
  • Pu-erh Tee

    Um Pu-erh-Tee herzustellen wird eine Fermentierung erst einmal verhindert. Im Rahmen einer Nachreife erfolgt dann eine extrem starke Fermentation über einen Zeitraum von bis zu 20 Jahren.
     
  • Früchtetee

    Beim Früchtetee ist der Name Programm, denn er besteht aus Fruchtbestandteilen, nicht aus Teeblättern. Mit dem klassischen Tee hat er damit vor allem die Zubereitung gemeinsam. Früchtetees gibt es in allen erdenklichen Geschmacksrichtungen von Apfel bis Orange. Meist sind Früchtetees jedoch eine Mischung aus verschiedenen Fruchteilen und mit Aromen angereichert.
     
  • Kräutertee

    Kräutertees können aus frischen oder getrockneten Pflanzenteilen aufgegossen werden. Da auch sie nicht aus den Blättern der Teepflanze, der Camellia sinensis gemacht sind, sind auch Kräutertees keine Tees im eigentlichen Sinne. Kräutertees sind meist koffeinfrei. Eine Ausnahme bildet hier der Matetee. So zahlreich die Kräuter sind, so vielfältig ist auch die Auswahl beim Kräutertee. Zu den Kräutertees gehört übrigens auch der beliebte Rooibos-Tee.

Übrigens: Weltweit erfreut sich Schwarztee der größten Beliebtheit. Grüntee folgt auf Platz zwei. In Österreich sind Kräutertees am beliebtesten.

Tees müssen meist weite Wege bis zum Händler vor Ort zurücklegen. Früchtetees und Kräutertees gibt es jedoch auch aus regionalem Anbau in Österreich. 

Tee trinken - gesund und wohltuend Pixabay.com ©Foundry CC0 Public Domain
Eine Tasse guten Tees steht für Ruhe und Genuss.

Welcher Tee ist gesund?

Viele Menschen wollen aus gesundheitlichen Gründen mit dem Teetrinken beginnen, denn Tee wird oft eine gesundheitsfördernde oder gar lebensverlängernde Wirkung zugesprochen. Tatsächlich sind die wissenschaftlichen Erkenntnisse zu gesundheitlichen Wirkungen von Tee nicht so eindeutig, wie gerne Glauben gemacht wird. Es gibt allerdings Hinweise, dass Tee der Herzgesundheit zugutekommt. Diese sieht der Kardiologe Mario Lorenz von der Charité in Berlin als vielversprechend an. Denn Studien haben ergeben, dass Tee blutdrucksenkend wirkt und zudem das LDL-Cholesterin senkt. Allerdings handelt es sich um recht kleine Studien mit weniger als 1.000 Teilnehmern. Zudem gibt es bisher keine eindeutige Erklärung für die Wirkung. Vermutet wird jedoch, dass vor allem die sogenannten Flavanole eine Rolle spielen. Interessant für Teetrinker ist in jedem Fall, dass sowohl grüner als auch schwarzer Tee die positive Wirkung auf das Herz-Kreislaufsystem erzielten. Problematisch wird es dann wiederum bei Aussagen zu einer bestmöglichen Dosierung. Ein Tässchen ab und zu dürfte jedoch kaum ausreichen, eher vier oder mehr Tassen am Tag.

Speziell in Bezug auf Grüntee tauchen immer wieder Studien zu einer möglichen krebsvorbeugenden Wirkung auf. Und tatsächlich gibt es einige Studien – zum Beispiel aus China und den Niederlanden – bei denen die teetrinkenden Probanden in geringerem Maße an Krebs erkrankten. Das Problem: Bei den Studien zu Grüntee und Krebs handelt es sich meist um beobachtende Studien. Das bedeutet, wenn Menschen, die viel grünen Tee trinken, tendenziell grundsätzlich gesünder leben, könnten auch andere Dinge ursächlich für die geringere Wahrscheinlichkeit einer Krebserkrankung sein. 

Wenn sich bisher auch noch nicht eine eindeutige gesundheitliche Wirkung von Tee belegen lässt, steht doch fest, dass eine warme und wohlschmeckende Tasse Tee der Seele guttut. Ein Teeritual ist eine wunderbare Möglichkeit, sich eine entspannte Pause zu gönnen.

Teebeutel – ein No-Go?

Teebeutel haben keinen guten Ruf. Es heißt, für den Beuteltee werden einfach die letzten Reste zusammengefegt. Und dann verursachen sie auch noch verhältnismäßig viel Müll. Aber praktisch ist so ein Teebeutel schon, wenn es einmal schnell gehen muss. Und was die Qualität betrifft, ist ein Teebeutel nicht per se schlechter als loser Tee. Beim Rollen der Teeblätter brechen diese in unterschiedlich große Stücke. Die werden gesiebt und die kleinsten Stücke werden für den Beuteltee verwendet. Die Qualität entspricht also dem eines losen Tees, allerdings ist der Geschmack anders, denn die winzigen Teestücke bieten dem Wasser mehr „Angriffsfläche“. Es ist also wichtig, die Ziehzeit entsprechend abzupassen. 

Die Sache mit dem Müll ist hingegen kaum von der Hand zu weisen. Und nicht alle, aber einige Teebeutel geben sogar Mikroplastik ans heiße Wasser ab. Der Kunststoff ist dem Hauptbestandteil der Teebeutel, der biologisch abbaubaren Zellulose zugefügt, um die Beutel stabiler zu machen.

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