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Wachau, Leithaberg und Südsteiermark: Das Weinland Österreich

Wachau, Leithaberg und Südsteiermark: Das Weinland Österreich - kauftregional.at

Regionalität ist Trumpf. Und das nicht erst seit gestern. Schon seit einiger Zeit rücken regionale Produzenten wieder stärker in den Fokus und daher landen auch immer mehr Lebensmittel aus der unmittelbaren Umgebung in unseren Einkaufswägen. Dabei handelt es sich um einen Trend, der sich auf mehreren Ebenen für uns Konsumenten lohnt: Zum einen wissen wir so ganz genau, woher die Lebensmittel, die wir zu uns nehmen, kommen. Zum anderen schonen wir damit die Umwelt, denn lange Transportwege entfallen. Und all das gilt nicht nur für Produkte, die wir tagtäglich essen, sondern auch für Spezialitäten wie Wein. 

Der Weinanbau hat in Österreich eine lange Tradition – und erfreut sich seit der Geburtsstunde großer Beliebtheit. Weinkenner haben sich dem Winzer-Handwerk verschrieben oder führen traditionelle Weinkellereien weiter. Ihre regionalen Kreationen sind nicht nur im Umkreis beliebt, sondern kommen auch bei Kunden aus aller Welt gut an. Werfen wir daher einen genaueren Blick auf den Weinbau in Österreich. 

Der Weinbau in Österreich: Qualität und Tradition vereint

Die Essenz eines jeden guten Weins sind die Trauben, die an den Reben heranreifen. Und Reben gibt es auf der Erde schon seit mehr als 60 Millionen Jahren. Auch die österreichische Weinbaugeschichte blickt bereits auf etliche Jahre zurück – ihre Anfänge reichen bis ins 9. und 10. Jahrhundert vor Christus zurück. Im Traisental, in Krems an der Donau und im Weinviertler Ort Stillfried an der March entdeckten Forscher erste bronzezeitliche Traubenkernfunde. Später begannen die Römer mit einer systematischen Form des Weinbaus – vor allem im Donauraum, am Neusiedler See, im Südburgenland und in der Südsteiermark. Auch die Zisterzienser spielten in der Weinbau-Geschichte eine Rolle – sie brachten im 10. und 12. Jahrhundert mit dem Stift Heiligenkreuz und dem Freigut Thallern burgundische Weinkultur nach Österreich. Zeitgleich widmeten sich bayerische Bistümer und Klöster entlang der Donau dem Anlegen erster Terrassenkulturen. Über die Jahrhunderte hinweg lernten die Menschen so das Getränk immer mehr zu schätzen, erweiterten ihr Wissen und entwickelten das Handwerk weiter. 

Heute konzentriert sich der österreichische Weinbau aufgrund klimatisch günstiger Bedingungen vorrangig auf die Bundesländer Niederösterreich, Burgenland, Steiermark und Wien. Aber auch in Kärnten, Oberösterreich, Salzburg, Tirol und Vorarlberg gibt es Weinbau in kleinerem Ausmaß. Insgesamt sind es 44.728 Hektar, auf denen hierzulande Weintrauben heranwachsen dürfen, die letztendlich zu Wein werden. Dabei haben die weißen Rebsorten die Nase vorn: 26 von ihnen sind für die Produktion von Qualitätswein, Prädikatswein oder Landwein zugelassen. Unter ihnen befinden sich renommierte Sorten wie Riesling, Chardonnay, Muskateller und Weißburgunder, die hierzulande gut gedeihen. Hinzu kommen 14 rote Rebsorten, für die dasselbe gilt. Vor allem die ausgezeichneten Hanglagen und die sehr guten Böden sind es, die österreichische Weine besonders bekömmlich und beliebt machen. Unangefochten auf dem ersten Platz steht jedoch der Grüne Veltliner. Er allein beansprucht mit über 14.000 Hektar etwa ein Drittel der Rebfläche. Davon befinden sich die größten Anbauflächen in Niederösterreich und im nördlichen Burgenland.

Regional einkaufen bedeutet nachhaltig einkaufen

Wein ist nicht gleich Wein – das gilt somit mittlerweile auch in Österreich. Denn Weinliebhaber können bei der Auswahl längst aus dem Vollen schöpfen. Doch der Einkauf regionaler Weinspezialitäten hat Vorteile: Sie werden nach strengen Kriterien hergestellt. Jeder, der sich dafür entscheidet, kann also mit einem gewissen Standard hinsichtlich der Qualität rechnen. Österreichische Bio-Weine unterliegen noch strengeren Richtlinien und gehören mit zu den besten der Welt. Ein regionaler Einkauf minimiert darüber hinaus den Verbrauch an Ressourcen, die für den Transport und die Produktion internationaler Weine benötigt werden. Wer sich für Erzeugnisse aus der Region entscheidet, unterstützt außerdem die eigene Heimat wirtschaftlich – und je besser ein Gebiet ökonomisch dasteht, desto mehr kann auch in die Region investiert werden. Das führt wiederum zu einer Steigerung der Lebensqualität. Nicht zuletzt freut sich der Gaumen über das Entdecken heimischer Spezialitäten, die internationalen edlen Tropfen um nichts nachstehen. 

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